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Hausarzt-Praxis Dr. med. Beate Brezinski, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Heidelberg-Ziegelhausen
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Praxis-Urlaub 2017/18:

23.12.17 - 07.01.18
 

Bitte denken Sie rechtzeitig an die Verordnung Ihrer Dauermedikamente oder Ihre Überweisungen!

Urlaubsvertretung

Wissenswertes und Gesundheitstipps

► Was bedeuten die Blutwerte?
   Das kleine Blutbild
    Das große Blutbild

► Tipps für die Venen

► Tipps für die Flugreise

► Erste Hilfe bei Insektenstichen

► Fit in den Sommer

► Cholesterin

► Wechselwirkungen von Medikamenten und Nahrungsmitteln

► Was ist eigentlich Schlüssellochmedizin?

► Wie helfe ich meinem Arzt sparen?

► Massage & Co - das bedeuten die Begriffe

► Wenn das Wetter krank macht

► Die passenden Früchte für jede Krankheit

► Gesunde Tipps für heiße Sommertage

► Das muss der Arzt vor einer Operation von Ihnen wissen

► Gut versorgt mit Nährstoffen

► Wie viel Schlaf braucht der Mensch?

► Gesund Wohnen – Schimmelpilze & Co aufspüren

► Bewegt lebt es sich besser

► Medikamente richtig einnehmen/anwenden

► Die Nieren – Klärwerk des Körpers

► Schluss mit dem Schwindel – Tipps für den Kreislauf

► Gutes Klima – gute Gesundheit - Schutz vor Infekten bei Klimaanlagen

► Gesunde Verdauung – Fitness für den Darm

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  Was bedeuten die Blutwerte?

Um die richtige Diagnose stellen zu können, benötigt der Arzt möglichst viele Informationen und Untersuchungsergebnisse. Eine ausführliche Befragung (Anamnese) zur Krankheitsgeschichte steht deshalb am Anfang jeder Behandlung. Darauf erfolgt die Grunduntersuchung bestehend aus Betrachtung äußerlicher Merkmale, Abklopfen, Abtasten oder Abhorchen.

In vielen Fällen werden zusätzlich eine oder mehrere Blutuntersuchungen veranlasst. Heute schon Standard: die regelmäßige Kontrolle des kleinen Blutbildes.

In dieser Zusammenfassung wollen wir Ihnen einen kurzen Überblick über die wichtigsten Fachbegriffe und Abläufe der Blutuntersuchung geben.

Das kleine Blutbild beinhaltet die Bestimmung

  •  der Erythrozyten (roten Blutkörperchen)

Niedrige Werte können auf Anämien (Blutarmut), Eisenmangel, Magen-Darm-Blutungen oder Krebserkrankungen hinweisen. Zu hohe Werte sind eher selten.

  • des Hämoglobins (Menge an rotem Farbstoff)

Verringerte Werte liegen bei Eisenmangel und bei Blutungen vor, erhöhte Werte bei Erythrozytenwert oberhalb des Normbereichs deuten auf  chronische Lungen- und Herzerkrankungen oder Erkrankungen des Knochenmarks hin.

  • des Hämatokritwertes (Anteil der Blutzellen am Gesamtblut)

Hoher Wert bei Durchblutungsstörungen, verschlechterter Fließfähigkeit des Blutes, Herzüberlastung, Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) oder schlechtem Sauerstofftransport.

  • der Leukozyten (weiße Blutkörperchen)

Ursache für erhöhte Werte können akute und chronische Entzündungen, Gewebeschäden, Blutverluste, Leukämien, Stoffwechselstörungen und Nierenschäden, aber auch Stress, nervliche Belastung oder Schwangerschaft sein.

  • der Thrombozyten (Blutplättchen)

Erhöht bei schweren Infekten, akutem Blutverlust oder Thrombose. Verringert bei Strahlen- oder Medikamentenschäden, Mangel an Vitamin B12 und Folsäure und Leukämien.

Das große Blutbild

Beim Großen Blutbild werden die Leukozyten genauer untersucht. Es wird unterteilt in Lymphozyten (Abwehrzellen), Granulozyten (bestimmte Knochen und Blutzellen) und Monozyten (Teile der Infektabwehr).  Diese Untersuchung gibt einen Überblick über die Stärke des Abwehrsystems und Hinweise z. B. auf bestimmte Blutkrankheiten, Entzündungen durch Bakterien, Pilze oder Parasiten, Schädigungen des Knochenmarks und Thromboserisiken.

Bei Verdacht auf bestimmte Erkrankungen wird der Arzt weitere Kontrolluntersuchungen durchführen lassen. Eine BSG (Blutsenkungsgeschwindigkeit) verrät akute und chronische Entzündungen, Eiweißmangel oder Anämie.

Vermutet der Arzt Schädigungen von Galle oder Leber, wird er das Vorhandensein von bestimmten Enzymen (ASAT, AP und ALAT) sowie von Bilirubin untersuchen.

Der ASAT-Wert kann aber auch in den ersten 48 Stunden nach einem Herzinfarkt deutlich ansteigen. Zusätzlich steigt dann aber auch der Wert eines weiteren Enzyms, der Creatinase.

Informationen über die Aktivitäten der Bauchspeicheldrüse und eventuell vorliegende Diabetes geben Glukose- und HbA1c (Glykohämoglobin)-Tests.

Mit Untersuchung von HDL- und LDL-Cholesterin, Lipoprotein und Triglyzeride wird die Zusammensetzung der Fette im Blut überprüft. Die Bestimmung dieser Werte dient zur Früherkennung von Herzkreislauferkrankungen und Arteriosklerose.

Die Funktion der Nieren werden mit der Auswertung von Creatinin, Harnsäure und Harnstoff untersucht.

Thyroxin (T3) und Trijodthyronin (T4) weisen Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse nach. Zusätzlich kann auch eine Testung auf Antikörper gegen die Drüse erforderlich sein.

Sicher kann unsere kleine Abhandlung nicht alle Fragen zum Blutbild abdecken. Sprechen Sie Ihren Arzt darauf an, und lassen Sie sich gründlich über abweichende Werte und die daraus resultierenden Konsequenzen informieren.

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Tipps für die Venen  Tipps für die Venen

Wenn die Sonne häufiger scheint und die Temperaturen steigen, sind empfindliche und kranke Venen besonderen Belastungen ausgesetzt. Durch die Wärme erweitern sich die Blutgefäße, dadurch erhöht sich die Neigung zu Blutstauungen und Schwellungen. Der Abtransport des Blutes (damit auch der Schlacken) wird verlangsamt und die gesamte Blutzirkulation gebremst.

Um dem entgegen zu wirken, gibt es einfache Maßnahmen.

  • Mehrmals am Tag die Beine kalt abduschen: immer mit dem rechten Bein beginnen, von unter nach oben, dann mit dem linken Bein, insgesamt möglichst drei bis fünf Minuten lang. Der Kältereiz fördert das Zusammenziehen der Venen und fördert den Blutfluss.
  • Tragen sie luftige, nicht zu einengende Kleidung. Besonders wichtig auch: keine einschnürenden Socken oder Kniestrümpfe, leichte, bequeme Schuhe.
  • Wer schon unter Venenproblemen leidet, sollte möglichst auf Sonnenbäder und auch Solariumbesuche ganz verzichten, Siesta lieber im Schatten halten. Ebenfalls nicht zu empfehlen: Saunabesuche und heiße Vollbäder.
  • Die Beine möglichst oft hochlegen und zwischendurch ein paar Gymnastikübungen absolvieren. Ganz einfach: auf der Stelle laufen, dabei gut abrollen. Was vor allem die Venenpumpen, die für den Blutfluss verantwortlich sind, aktiviert: den Fuß locker auf den Boden aufsetzen und die Zehen und den Vorderfuß möglichst hochziehen und eine Wippbewegung machen. 10-mal mit dem rechten Fuß, dann mit dem linken wiederholen.
  • Wassertreten empfahl schon der berühmte Pfarrer Kneipp. Das läßt sich auch ganz einfach in der heimischen Badewanne durchführen. Etwa 30 Zentimeter tief kaltes Wasser einfüllen und im Storchenschritt zwei bis drei Minuten umhersteigen. Das macht müde Beine nach einem langen Tag schnell wieder munter!
  • Kühlend wirken Salben, die den Wirkstoff Heparin enthalten.
  • Zur innerlichen Anwendung werden aus dem Naturbereich Präparate empfohlen, die aus Rosskastanie, Mäusedorn oder Steinkleekraut gewonnen werden (z.B. venodura retard 50 mg).
  • Mindestens 30 Minuten täglich sollte Bewegung auf dem Plan stehen. Also lieber mal zu Fuß zum Einkaufen und statt Fahrstuhl die Treppe benutzen.
  • Täglich zwei, an heißen Tagen drei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Am besten geeignet: Wasser oder ungesüßte Kräutertees.
  • Wer sich in der nächsten Zeit auf eine Flugreise begibt, sollte im Flieger zum Schutz vor Schwellungen, Stauungen und Trombosen nicht auf das Tragen von Kompressionsstrümpfen oder -strumpfhosen verzichten. Auf längeren Autofahrten unbedingt alle zwei Stunden eine „Venenpause“ einlegen: Auf einem Rastplatz anhalten und die Beine gut ausschütteln.

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 Tipps für die Flugreise  Tipps für die Flugreise

Endlich ist es soweit: der heiß ersehnte und wohlverdiente Sommerurlaub steht vor der Tür. In den meisten Fällen ist er schon längst gebucht und geht bevorzugt in den Süden. Mit Kofferpacken allein sind die Reisevorbereitungen jedoch noch nicht abgeschlossen.

Neben dem Besorgen gültiger Pässe und eventuell erforderlicher Visa, der Bestätigung der Buchung, Wechseln von Geld in die entsprechende Währung sollte auch an die medizinische Planung gedacht werden. Sind Impfungen notwendig? Ist man für den Zeitraum des Urlaubs mit den verschriebenen Medikamenten ausreichend versorgt? Liegt ein internationaler Krankenschein vor?

Wer sich mit dem Flieger auf den Weg ans Ferienziel begibt, sollte ein paar Vorsichtsmaßnahmen beachten, damit es nicht zu gesundheitlichen Problemen kommt, die einem schon zu Beginn die Urlaubsfreude verderben.

  • 24 Stunden vor Abflug Alkohol, Nikotin, scharfe Gewürze und starken Bohnenkaffee vermeiden.
  • Keine zu fetten und vor allem blähenden Speisen zu sich nehmen. Vorzuziehen ist leichte Kost wie frisches Obst, Gemüse, leichte Suppen, Vollkornbrot und Milchprodukte.
  • Als Getränke zu empfehlen: Mineralwasser, Kamillen- oder Pfefferminztee und Obstsäfte.
  • Damit nicht schon der Transport zur großen körperlichen Anstrengung ausartet, sind Koffer auf Rollen und mit Haltegriff zu bevorzugen.
  • Wer zu Reisekrankheit neigt, sollte in Scheiben geschnittenen Ingwer ins Handgepäck packen. Diese dann schon kurz vor dem Start und während des Fluges langsam kauen.
  • Für schwerere Fälle wird von Experten Dimenhydrinat empfohlen. Der Wirkstoff ist identisch mit Teilbausteinen körpereigener Botenstoffe und verhindert die Stimulation des Brechzentrums im Gehirn. Geeignet auch für Kinder und Kleinkinder (dann als Zäpfchen, sonst in Tablettenform).
  • Die Beinfreiheit ist vor allem in Charterflugzeugen meist sehr eingeschränkt, deshalb möglichst oft einen Spaziergang durch den Gang und ein bisschen Gymnastik machen. Eine einfache Übung für eine bessere Durchblutung, die man auch am Platz durchführen kann: die Schuhe ausziehen und die Zehen so weit wie möglich zum Fuß hin dehnen. Lockernd wirkt auch das Wackeln mit den Zehen. Ideal ist ein Sitzplatz am Mittelgang.
  • Bei Veranlagung zu venösen Problemen: am besten Stützstrümpfe tragen.
  • Auf dem Flug möglichst leichte und bequeme Kleidung tragen, auf einengende Gürtel und auch Schuhe besser verzichten.
  • Und zur Ablenkung ein gutes Buch oder die Lieblingszeitschrift einpacken. Dann vergeht der Flug wie im Nu!

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Erste Hilfe bei Insektenstichen  Erste Hilfe bei Insektenstichen

Für die einen gilt als das größte Vergnügen, sich an einem schönen Sommertag an den Ufern eines Sees oder Flusses niederzulassen und die wärmenden Sonnenstrahlen zu genießen. Andere zieht es in den Biergarten, wo nette Freunden warten. Manche lassen sich von Hitze nicht abschrecken und frönen ihren sportlichen Hobbies. Lassen den Schweiß outdoor fließen bei Tennis, Radfahren oder Joggen.

Leider wird der luftige Sommerspaß allzu oft durch Insekten begleitet, die das Vergnügen ganz erheblich trüben können. In unseren Breitengraden sind nach einem eher milden Winter die stechenden und beißenden Flieger wie Mücken, Bienen oder Wespen besonders zahlreich vertreten.

  • Besten Schutz vor schmerzhaften Stichen bietet langärmelige Kleidung, aber wer will die schon tragen bei Temperaturen jenseits der 25 Grad?
     
  • In Räumen schützen Fliegengitter oder spezielle Moskitonetze.
     
  • Bekannt als Insektenabweiser sind pflanzliche Öle wie Melissen-, Zedernholz-, Zitronen- oder Teebaumöl oder bestimmte chemische Substanzen.
     
  • Vorsicht bei süßen Speisen und Getränken im Freien, diese locken die Insekten besonders an. Dosen, Flaschen oder Gläser mit Deckeln versehen, Stiche im Mundbereich sind extrem schmerzhaft und gefährlich.
     
  • Kleidung in Blütenfarben wie gelb, hellblau, lila oder rot ziehen Insekten magisch an, deshalb besser auf neutrale Töne wie weiß, hellgrau oder grün zurückgreifen.
     
  • Anziehend für die Flügeltierchen wirken auch aromatische Düfte und Parfüms. Ebenso sollte man die duftende Umgebung von Sträuchern und Blumen besser meiden.
Ist es dann doch passiert, führt so ein Stich zu schmerzhaftem Jucken, Schwellung und Rötung an der betroffenen Stelle. Als Erste-Hilfe-Maßnahmen empfohlen:
  • Falls ein Stachel in der Wunde steckt, diesen vorsichtig mit einer Pinzette entfernen. In der Apotheke gibt es auch spezielle Saugstempel, mit denen Gift aus dem Gewebe entfernt werden kann.
     
  • Die Einstichstelle mit Wasser und Seife, Zitronensaft - oder sogar noch besser - mit Desinfektionsmittel reinigen.
     
  • Danach die Wunde mit kalten Umschlägen oder Eisbeutel kühlen und sich dabei ruhig verhalten, damit sich das Gift nicht weiter im Organismus verteilen kann.
     
  • Linderung verschaffen örtlich wirkende Antihistaminika sowie Salben auf Hydrocortison- oder Lidocainbasis.

Meist verschwinden die Beschwerden dann nach ein paar Stunden. Lassen sie aber nicht nach und kommen auch noch Fieber, Ausschläge, Kopfschmerzen, Schwindel, Atemnot oder zunehmendes Anschwellen der Stichstelle dazu, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Diese Reaktionen betreffen in erster Linie Menschen, die allergisch auf die Insektenstiche reagieren. Ist dies bekannt, sollte der Betroffene in der warmen Jahreszeit immer entsprechende, vom Arzt verordnete Medikamente bei sich tragen.

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Fit in den Sommer  Fit in den Sommer

Nicht nur beim Blick in den Spiegel auf ein paar Pfündchen mehr muss sich so mancher eingestehen: doch so einige Mal gesündigt im kalten Winter und den Organismus ganz schön belastet! Zeit also, etwas für Gesundheit und Körper zu tun. Und dafür liefert Mutter Natur so manches einfache Heilmittel:

  • Als eine der wichtigsten Regeln für die Entgiftung des Körperhaushalts gilt: möglichst viel trinken! Mindestens zwei bis drei Liter werden von Experten empfohlen, um die tägliche Ausscheidung über den Harn bei circa 1,5 bis zwei Litern zu gewährleisten. Mit dieser Menge werden nämlich über die Nieren jede Menge Giftstoffe ausgeschieden. Trinkt man zu wenig, und das tun vor allem ältere Menschen, schaffen die Organe ihre Arbeit nicht mehr und die Gift bleiben im Körper.
     
  • Wasser und vor allem Mineralwasser, die auch noch Mineralstoffe enthalten, sind natürlich die kalorienärmste Variante. Sie können aber auch zur Verdünnung von Säften und zur leichteren Bekömmlichkeit von herberen Getränken genutzt werden. Wie etwa von Kombucha oder Brottrunk, beides gute Mittel zur Stärkung der Abwehrkräfte und zur Darmsanierung.
     
  • Viele bezeichnen die Pflanzen am Wegesrand als Unkraut, oftmals aber entpuppen sie sich als wahre Naturmedizin wie beispielsweise Brennnessel oder Löwenzahn. Sie aktivieren die Verdauung und verstärken die Harnausscheidung und können deshalb auch unterstützend zur Gewichtsreduktion beitragen.
     
  • Wer seinen Nieren etwas Gutes tun will, trinkt jeden Tag ein Glas Preiselbeer- oder schwarzer Johannisbeer-Saft. Gleichzeitig sollte auf purinarme Ernährung geachtet werden, also für ein paar Wochen vor allem auf Schweinefleisch verzichten. Und außer Spinat und Rhabarber gehört möglichst viel Obst und Gemüse auf den Tisch. Wer schon unter Nierensteinen leidet, dessen Wahl sollte auf Zitrusfrüchte fallen, diese erhöhen nämlich den in solchen Fällen zu niedrigen pH- Wert des Harns.
     
  • Als geeignete Mittel zur Stärkung der Leber gelten Artischocken und Mariendistel, sie können in Extraktform oder als Tee zugeführt werden.

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Cholesterin  Cholesterin


Auch wenn der Begriff "Cholesterin" im Volksmund oft mit der Krankheit gleichgesetzt wird: Cholesterin selbst ist alles andere als schädlich. Das Blutfett ist vielmehr ein wichtiger Baustein der menschlichen Zellen und hat verschiedene lebenswichtige Funktionen:
  • Aufbau von Hormonen
  • der Herstellung von Gallensäure, ohne die eine Verdauung bestimmter Nahrungsmittel nicht funktionieren würde.
  • Herstellungsprozess von Vitamin D, welches so wichtig ist für den Knochenaufbau.
Cholesterin wird sowohl durch Nahrung (nur durch tierische) zugeführt als auch vom Körper selbst produziert. Unterschieden wird zwischen HDL- und LDL- Cholesterinen, die beim gesunden Menschen in Einklang arbeiten. Das LDL bringt als Trägersubstanz die notwendigen Kohlenwasserstoffe über das Blut zu den Organen. Dort wird das Cholesterin verarbeitet. Überschüssiges Cholesterin wird dann vom HDL zur Entsorgung in die Leber transportiert.

Ist zuviel LDL- Cholesterin vorhanden, kann dieses nicht mehr komplett verarbeitet werden und setzt sich an den Wänden der Blutgefäße fest. Diese Ablagerungen sind höchst gefährlich, können später zu Arteriosklerose, Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. So gilt ein erhöhter LDL- Spiegel als einer der gefährlichsten Risikofaktoren für Herz und Kreislauf. Ursache ist in vielen Fällen eine falsche Ernährung mit zu viel Fett, Kohlenhydraten und zu viel Cholesterin.
  • Eier und Innereien enthalten am meisten Cholesterin und sollten deshalb nicht jeden Tag verzehrt werden, auch Butter sollte nicht im Übermaß verzehrt werden. Wer auf Fleischiges nicht verzichten will – und das muss er auch nicht komplett- sollte öfter mal umsteigen auf Geflügel (Gans allerdings liefert auch zu viel Fett) und Fisch.
     
  • Fett einsparen lässt sich auch durch eine fettarme Zubereitung mit Grillen, Dünsten oer Kochen im Wok.
     
  • Statt Käse und Vollmilch lieber Magerstufen auf den Tisch. Und für Dressings sind Oliven- oder Sojaöl die besten Zutaten, denn sie enthalten die gesundheitsfördernden ungesättigten Fettsäuren.
     
  • Süßes enthält zwar meist nur wenig Cholesterin, führt aber im Übermaß zu Übergewicht und damit zu einer Störung des Fettstoffwechsels, was sich wiederum auch auf den Cholesterinhaushalt auswirkt.
     
  • Experten raten zu einer reichlichen Zufuhr von Ballaststoffen und viel Obst und Gemüse.
Was man auch wissen sollte: regelmäßige sportliche Betätigung sorgt für ein Ansteigen des positiven HDL-Wertes. Zu bevorzugen sind Sportarten wie Walken, Rad fahren, Joggen oder Schwimmen, die die Ausdauer trainieren.

Ab dem 35. Lebensjahr sollte regelmäßig eine Blutkontrolluntersuchung durchgeführt werden. Liegt der Gesamt- Cholesterinwert bei über 5,2 mmol/l und sind zusätzlich andere Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Übergewicht, Pilleneinnahme, Rauchen oder Diabetes erkennbar, wird eine Behandlung durch den Arzt unbedingt erforderlich. Eingesetzt werden heute vorwiegend Statine. Neben hochpreisigen Präparaten stehen heute auch alternativ Generika zu günstigeren Preisen zur Verfügung.

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Wechselwirkungen von Medikamenten und Nahrungsmitteln  Wechselwirkungen von Medikamenten und Nahrungsmitteln


Von vielen eine unterschätzte Gefahr: wenn Sie Medikamente verschrieben bekommen, können bestimmte gleichzeitig zugeführte Nahrungsmittel zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Manchmal wirkt das Mittel nicht mehr so gut oder aber bestimmte Wirkstoffe können nicht mehr aufgenommen werden. Bei kurzfristigem Einsatz ist das nur selten ein Problem, werden aber Medikamente zum Beispiel bei chronischen Erkrankungen dauerhaft verordnet, kann es eines werden. In seltenen Fällen können ungünstige Kombinationen aus Medikament und Nahrung sogar Vergiftungen, Schlafstörungen oder Herzrasen auslösen.

Erhöhte Vorsicht ist in diesen Fällen geboten:
  • Alkohol kann den Abbau von Medikamenten entscheidend aufhalten, diese bleiben dann länger im Körper und wirken stärker. Alkoholische Getränke sollten deshalb bei Einnahme von Medikamenten entweder gar nicht oder in geringen Mengen zu sich genommen werden.
     
  • Milch sorgt dafür, dass Antibiotika der Tetrazyklingruppe ihre Wirkung verlieren. Auch bestimmte Medikamente gegen Osteoporose, die Bisphosphonate, sollten nicht gleichzeitig mit Milch, Quark und Joghurt eingenommen werden, da dadurch die Aufnahme dieser Arzneimittel beeinträchtigt werden kann.
     
  • Dauerwurst, Fischkonserven, Käse oder gesalzene Heringe, also eiweißreiche Lebensmittel, die nicht in frischem Zustand gegessen werden, enthalten Tyramin und dürfen deshalb nicht zur gleichen Zeit mit antidepressiv wirkenden MAO- Hemmern kombiniert werden. Unter deren Einfluss wird das Tyramin im Körper nicht ausreichend abgebaut. Mögliche Folgen sind erhöhter Blutdruck und sogar Hirnblutungen.
     
  • Grapefruitsaft verhindert den Abbau von Kopfschmerzmitteln, Antiallergika, Schlafmitteln oder blutdrucksenkenden Medikamenten.
     
  • Brokkoli, Blumenkohl, Kopf- und Feldsalat, Spinat, Spargel und andere Vitamin K- haltige Gemüse sollten nicht auf dem Speiseplan stehen, wenn blutgerinnungshemmende Mitteln eingenommen werden.
     
  • Kaffee, Schwarzer Tee, grüner Tee oder Matetee und andere koffein- oder gerbstoffhaltige Getränke sollten gemieden werden, wenn Schmerzmittel, Eisenpräparate, Antibiotika, Schlafmittel, Mittel gegen Psychosen oder Diabetes- Medikamente verordnet sind.
     
  • Rhabarber und Spinat enthalten Oxalsäure. Ebenso wie die Phytine in Getreide, Tannine in Schwarzem Tee und Kaffee und auch Magnesium stört die Oxalsäure die Aufnahme von Eisen. Deshalb sollten Rhabarber und Spinat frühestens zwei Stunden nach Eisentabletten konsumiert werden. Besser sind Vitamin C-haltige Fruchtsäfte oder Obst, sie wiederum fördern die Eisenabsorption.
     
  • Lakritz als Nascherei ist nicht geeignet für Patienten, die wasser-ausscheidende Mittel zur Blutdrucksenkung nehmen.

Deshalb der Tipp: den Beipackzettel des verordneten Medikaments genau lesen und sich von Arzt oder Apotheker gründlich beraten lassen.

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Was bedeutet Schlüssellochmedizin?  Was ist eigentlich Schlüssellochmedizin?


Immer häufiger werden an Stelle herkömmlicher Diagnosetechniken endoskopische eingesetzt. Diese werden auch als Spiegelung bezeichnet. Ein Endoskop ist ein schlauchartiges Instrument, das mit einer Kaltlichtbeleuchtung und einem optischem System versehen ist. Kaltlicht wird verwendet, um Hitzeschädigungen an den zu untersuchenden Organen zu vermeiden. Das optische System ermöglicht dem Arzt quasi einen Blick durchs Schlüsselloch ins Innere des Körpers und der Organe. In den überwiegenden Fällen erfolgt während der Spiegelung die Entnahme einer Gewebeprobe. Die Patienten erhalten meist vor der Untersuchung Medikamente, die sie in eine Art Dämmerschlaf verfallen lassen, in dem sie keine Schmerzen verspüren und von der Untersuchung nichts mitbekommen. Man unterscheidet folgende endoskopische Untersuchungen:
  • Ösophagoskopie (Spiegelung der Speiseröhre)
  • Gastroskopie (Magenspiegelung)
  • Duodenoskopie (Zwölffingerdarm-Spiegelung)
  • ERCP (endoskopisch retrogade Cholangio-Pankreatikographie zur Untersuchung von Gallenblase und Bauchspeicheldrüse)
  • Koloskopie (Dickdarm-Spiegelung)
  • Rektoskopie (Enddarm-Spiegelung)
  • Laparoskopie (Untersuchung der Bauchhöhle)
  • Hysteroskopie (Spiegelung der Gebärmutter)
  • Urethroskopie (Spiegelung der Harnröhre)
  • Zystoskopie (Spiegelung der Harnblase)
  • Arthroskopie (Spiegelung von Gelenken - vorwiegend des Knies)
  • Panendoskopie (Spiegelung von Mundhöhle, Rachen, Nasen und Nasennebenhöhlen zum Aufspüren von Tumoren in diesen Bereichen.
Neu ist eine Technik, bei der Patienten mit Magen-Darm-Beschwerden eine Kapsel schlucken. Sie ermöglicht die schmerzlose Darstellung des gesamten Dünndarms.

Heute werden Endoskope nicht mehr ausschließlich zur Diagnostik eingesetzt, sie werden auch immer mehr zur Behandlung von Krankheiten verwendet. So können mit endoskopischen Geräten Verengungen geweitet werden. Man kann z.B. Steine entfernen, Blutungen stillen oder Polypen entfernen. Heute werden bereits einige Operationen ganz auf endoskopischem Weg durchgeführt: Es können Gallenblasen entfernt, kleinere Leistenbrüche versorgt und bestimmte Knieoperationen durchgeführt werden. Ermöglicht wird das durch so genannte minimal-invasive Techniken. Auch Bandscheibenoperationen, Behebung von Verengungen der Gefäße oder Eingriffe an den Nasennebenhöhlen können so schonend und ohne große Schnitte durchgeführt werden.

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Wie helfe ich meinem Arzt sparen?  Wie helfe ich meinem Arzt sparen?


Eines der herausragenden politischen Themen: die Gesundheitsreform. Sie soll dazu führen, dass die Kassenbeiträge stabil gehalten werden können. Ob dies mit den ergriffenen Maßnahmen machbar ist, wird von vielen Fachleuten aus allen Bereichen doch erheblich bezweifelt. Ärztinnen und Ärzten stehen somit nur noch begrenzte Mittel für die Versorgung ihrer Patienten zur Verfügung. Das hat zur Folge, dass die Ärzte kostengünstig und sparsam verordnen müssen. Tut dies der Arzt nicht, haftet er persönlich für die Überschreitung der Honorare. Trotz all dieser Einschränkungen bemühen sich verantwortungsvolle Ärzte, im Sinne ihrer Patienten die bestmögliche Versorgung im Rahmen der neuen Verordnungen zu gewährleisten. Sicherlich gibt es aber auch Möglichkeiten, den Arzt in dem Bestreben, Kosten senkend und effektiv zu arbeiten, zu unterstützen. Was Sie als Patient tun können:
  • Nicht bei jedem Husten, Verstopfung oder bei Muskelkater zum Arzt gehen. Viele Medikamente zur Behandlung von Erkältungen und Schmerzen werden sowieso nicht mehr von den Kassen bezahlt. Informieren Sie sich auch einmal über alternative, natürliche Heilmethoden. Eine Beratung erhalten Sie auch vom Apotheker. Klingen die Beschwerden allerdings nach ein paar Tagen nicht ab oder verschlimmern sich, unbedingt den Arzt aufsuchen.
  • Auf jeden Fall erst zum Hausarzt und nicht gleich zum Facharzt. Ihr Hausarzt kennt Ihre Krankengeschichte am besten und kann abschätzen, wann ein Facharztbesuch notwendig wird. Die Krankenkassen versprechen sich von dieser Maßnahme eine Ausgabenreduzierung.
  • Ist doch die Konsultation eines oder mehrerer Fachärzte medizinisch angeraten, nehmen Sie alle Berichte, Ergebnisse von Blutuntersuchungen und Röntgenaufnahmen mit, damit diese nicht unnötigerweise, kostenintensiv und für den Körper belastend wiederholt werden. Dies gilt auch für Einweisungen in Krankenhäuser. Will man Sie doch noch einmal in ähnlicher Form untersuchen, lassen Sie sich aufklären, ob das wirklich nötig ist. Im Zweifelsfalle hilft eine Rückfrage beim Hausarzt.
  • Ihr Arzt verschreibt Ihnen statt Ihres gewohnten Präparats so genannte Generika? Keine Angst, diese neuen Medikamente enthalten den gleichen Wirkstoff in der gewohnten Dosierung wie Ihr Altpräparat. Sie können nur deutlich preisgünstiger produziert werden. Falls Sie Zweifel haben, wird Sie Ihr Arzt oder auch Apotheker gerne darüber aufklären. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die in Deutschland im Handel befindlichen Generika allen Anforderungen des Gesetzgebers entsprechen. Vor der amtlichen Zulassung finden aufwändige Prüfverfahren statt, mit denen die Wirksamkeit und die Unbedenklichkeit sowie die Qualität nachgewiesen werden müssen.
  • Brauchen Sie wirklich eine Großpackung oder werfen Sie meist die angebrochenen Packungen wieder weg? Fragen Sie den Arzt nach kleineren Formaten.
  • Halten Sie die Termine für Vorsorgeuntersuchungen ein. Unbehandelt können viele Befindlichkeitsstörungen in der Folge zu ernsthaften und auch kostenintensiven Krankheiten führen. Der Zeitaufwand für die Checkups ist deutlich geringer als für einen Friseurbesuch. Das sollte Ihnen Ihre Gesundheit doch wert sein! Und die Kosten für die Vorsorge werden auch weiterhin von den Kassen übernommen.
  • Einige Methoden kann Ihnen der Arzt gar nicht oder nur noch im beschränkten Umfang über Kassenabrechnung anbieten. Überdenkenswert ist dann doch, gönne ich mir und meinem Organismus beispielsweise die Massage oder eine Methode aus der Alternativmedizin und zahle das aus eigener Tasche? Denn nicht selten liegen die Kosten unter denen für eine Karte ins Fußballstadion oder ins Kino oder denen einer Stange Zigaretten.
  • Und natürlich sollte auf eine gesunde und ausgewogene Lebensweise geachtet werden. Übergewicht, Rauchen und Alkohol gehören zu den Hauptauslösern von schwerwiegenden und Kosten verursachenden Krankheiten.

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Massage und Co  Massage & Co - das bedeuten die Begriffe


Unter dem Begriff Massage werden in der Medizin alle Heilanwendungen zusammengefasst, bei der über die Haut eine mechanische Reizung ausgeübt wird. Aber nicht alle Methoden werden von Ärzten und vor allem den Krankenkassen als medizinisch sinnvoll erachtet und entsprechend werden auch die Kosten nicht in jedem Fall übernommen.
  • Klassische Massage wird eingesetzt bei Rücken-, Kopf- und Muskelschmerzen, bei Lähmungserscheinungen, Regeneration nach sportlicher Belastung und zur Rehabilitation nach Operationen. Die Kosten werden abzüglich des Eigenanteils von den Krankenkassen übernommen, wenn sie von einem staatlich geprüften Masseur durchgeführt werden.
     
  • Die Muskelreflexzonenmassage soll über bestimmte Nervenreizungen auch Fernwirkungen auf innere Organe auslösen. Die Methode wird von den Krankenkassen anerkannt.
     
  • Fußreflexzonentherapie – wie auf einer Landkarte sollen sich alle Organe auf den Fußsohlen erreichen lassen. Durch eine Reizung dieser Bereiche sollen sich eventuelle Störungen beheben lassen. Die Methode ist nicht erstattungsfähig, der Patient muss also die Kosten selber tragen.
     
  • Chirotherapie – man geht davon aus, dass sich viele körperliche Beschwerden auf Fehlstellungen und Blockaden von Gelenken zurückführen lassen. In erster Linie gelten Veränderungen im Bereich der Wirbelsäule als Auslöser. Mit einem gezielten Ruck sorgt der Chirotherapeut dafür, dass sich Blockaden lösen und die Muskeln entspannen. Wird die Behandlung von einem Vertragsarzt mit zusätzlicher Chiro-Ausbildung durchgeführt, werden die Kosten übernommen.
     
  • Osteopathie – auch diese manuelle Therapie geht davon aus, dass eine Verbindung der Organe zur Wirbelsäule besteht. Durch gezielten Druck wird versucht, Bewegungseinschränkungen zu beheben und die Selbstheilungskräfte des Organismus zu aktivieren. Ebenso wie die verwandte Cranio-Sakral-Technik gilt diese Methode als nicht anerkannt.
     
  • Die Periostmassage hat ihren Namen von der als Periost bezeichneten bindegewebsartigen Haut, die den Knochen umgibt. Rhythmisch werden bestimmte Punkte des Periost gedrückt. Die Methode kann bei Kopfschmerzen, Arthrose, Rückenleiden, Schulterbeschwerden, Tennis-Ellenbogen und auch Blasenbeschwerden oder Verdauungsstörungen lindernd wirken. Nicht angewendet werden darf sie bei akuten Entzündungen oder Verletzungen. Erstattet werden die Kosten abzüglich des Eigenanteils , wenn ein Vertragsarzt diese durchführt.
  • Lymphdrainage ist eine Variante der klassischen Massage, sie soll für einen Abtransport der Lymphflüssigkeit aus dem Gewebe sorgen. Zu Stauungen kommt es häufig nach Verletzungen oder Operationen, dadurch bilden sich Schwellungen und Ödeme. Die Methode gilt als anerkannt.

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Wenn das Wetter krank macht  Wenn das Wetter krank macht


Spielt das Wetter verrückt, kommt es also zu raschen Wechseln von kalt auf warm, fühlen sich viele Menschen krank. Meist klagen sie über Abgespanntheit, Übelkeit, Konzentrationsschwäche, Müdigkeit oder auch Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Gelenkbeschwerden. Bei verschiedenen Umfragen gaben 35 bis 50% Prozent der Befragten an, unter solchen Problemen zu leiden. Frauen sollen häufiger betroffen sein.

Nach der gesetzlichen Auslegung gehört die Wetterfühligkeit allerdings ausdrücklich nicht zu den krankhaften Beschwerden, sie wird in der Medizin den so genannten Befindlichkeitsstörungen zugeordnet. Dem Betroffenen hilft dies allerdings nur wenig, werden sie doch in ihrem Wohlbefinden an ihren „Wettertagen“ deutlich beeinträchtigt.
Dass dies keine bloße Einbildung ist, lässt sich an Statistiken der Verkehrs- und Kriminalpolizei ablesen. Bei aufziehendem Gewitter steigt die Unfallhäufigkeit um stolze 7,6 Prozent, bei Wechsel von kühl auf feuchtwarm sogar um 9,2 Prozent.

Ohne Zweifel sind Klimaänderungen ein nicht zu unterschätzender Stressfaktor. Normalerweise passt sich der Organismus den veränderten Bedingungen an. Ist der Körper aber durch zusätzlichen Stress oder Krankheiten höher belastet, wird er mit den Klimaschwankungen nur schwerlich fertig und reagiert mit Krankheitssymptomen.
Dass so viele Menschen unter Wetterfühligkeit leiden, erklären Wissenschaftler unter anderem mit veränderten Lebensbedingungen wie z.B. Arbeiten in geschlossenen Räumen, Klimaanlagen und einer erhöhten Umweltbelastung.

Empfohlen wird, den Organismus einem regelrechten Klimatraining zu unterziehen. Zu den geeigneten Maßnahmen gehören:
  • Wechselwarmes Duschen: zwei bis drei Minuten bei knapp 37 Grad und anschließend 15 bis 20 Sekunden mit kaltem Wasser abduschen. Danach die Haut mit einer Massagebürste oder einem Handtuch kräftig abrubbeln.
     
  • Viel frische Luft, möglichst täglich eine halbe Stunde – am besten durch Wiesen und Wälder - spazieren, egal ob es regnet oder schneit. Noch besser ist es, sich dabei sportlich zu betätigen. Als geeignete Sportarten für Untrainierte gelten Radfahren und Walking.
     
  • Bewährt als Organismus-Wettertrainer haben sich auch Sauna, Dampfbad & Co. Durch gezielte Wechsel von kalt und warm gewöhnt sich der Körper auch an größere Klimaveränderungen.
     
  • Heilpraktiker raten bei der langfristigen Behandlung zu Gaben von Enzymen. Aus dem Bereich der Naturheilkunde werden Johanniskraut, Hopfen und besonders Melisse als schnelle Wetterhelfer angesehen.
     
  • Insgesamt wird zu einer vollwertigen Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkorn geraten. Sollten die Beschwerden allerdings länger anhalten oder sehr stark ausfallen, sollte man umgehend seinen Hausarzt aufsuchen und sich durchchecken lassen.

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Die passenden Früchte für jede Krankheit  Die passenden Früchte für jede Krankheit


Vitaminreiche Kost kann die Genesung bei vielen Krankheiten beschleunigen oder den Heilungsverlauf verbessern. Dabei sollte man aber unbedingt auf die Zusammensetzung des „Vitamincocktails“ achten, denn nicht jede Frucht ist bei jeder Erkrankung geeignet, eine andere wiederum kann gerade bei dieser sehr hilfreich sein.
  • Bei Verdauungsproblemen immer empfohlen: Äpfel, sie binden im Magen schädliche Stoffe und erleichtern deren Ausscheidung. Wissenschaftlich bewiesen: Apfelpektin normalisiert die Cholesterinwerte. Auch gut für den Magen: Papaya, die exotische Frucht liefert Enzyme, die bei der Aufspaltung von Eiweißen helfen.
  • Zur natürlichen Senkung des Harnsäurespiegels raten auch Mediziner zu einer zweiwöchigen Kur mit täglich 300 Gramm Kirschen.
     
  • Liegen beim Patienten Entzündungen der Harnwege oder Nierensteine vor, empfehlen Ernährungsexperten die Birne als geeignetes Mittel. Als eine der wenigen Früchte überhaupt liefert sie aber auch Jod und kann damit die Funktion der Schilddrüse unterstützen.
     
  • Bei Infekten und Erkältungskrankheiten stehen Zitrusfrüchte bei den meisten an erster Stelle der hilfreichen Früchte. Wenig bekannt ist, dass Erdbeeren noch mehr abwehrstärkendes Vitamin C spenden. Fiebersenkend und schmerzlindernd wirken Himbeeren, weil sie reichlich natürliche Salizylsäure enthalten.
  • Wer bestimmte Schmerzmittel, Antiallergika oder blutdrucksenkende Mittel verordnet bekommt, sollte auf Grapefruit besser verzichten, weil die Frucht den Abbau einiger Wirkstoffe verhindert. Extrakte aus den Kernen hingegen wirken antibiotisch, sie helfen bei Erkältungskrankheiten und sollen Pilze und Keime abtöten.
     
  • Bei trägem Darm empfahlen schon die Heiler der Antike die Gaben von Pflaumen. Zu Recht sagt die moderne Forschung, sie führt die abführende Wirkung von Pflaumen auf die enthaltenden Pektine zurück. Menschen, die zur Steinbildung neigen, sollten allerdings wegen des hohen Oxalatgehalts besser auf die Frucht verzichten, ebenso wie auf Stachelbeeren oder Rhabarber.
     
  • Als universeller Muntermacher wird die Banane angesehen. Die Wirkung auf das Nervensystem und die Stimmung beruht vor allem auf dem hohen Magnesiumgehalt. Auch wer nachts schlecht schläft, sollte regelmäßig eine Banane essen, der Eiweißbaustein Tryptophan verhilft zur verdienten Nachtruhe.
     
  • Das allgemeine Wohlbefinden verbessern Weintrauben. Sie enthalten reichlich Fruchttraubenzucker und gelten deshalb als probates Mittel zum Kräfteaufbau. Zugleich fördern sie die Verdauung und Entgiftung. Roter Traubensaft, so fanden Wissenschaftler an der Pariser Sorbonne heraus, senkt den Blutdruck und beugt Herzinfarkt vor.

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Gesunde Tipps für den Sommer  Gesunde Tipps für heiße Sommertage


Endlich Sommer! Die Tage sind hell und warm, wir können im luftigen Outfit den Tag bestreiten, die Sonne streichelt die Haut und wir verwöhnen uns mit leckeren Erfrischungen. Was will man eigentlich mehr? Gesund genießen natürlich. Worauf Sie achten sollten:
  • Schutz für den Kopf: Zu viel Sonne kann aufs Gehirn schlagen. Bei einem Hitzekollaps etwa macht der Kreislauf schlapp, ein Sonnenstich ist die Folge von zu direkter Sonneneinwirkung, ein Hitzschlag ist sogar ein – zum Glück seltener – Notfall. Die beste Vorbeugung: Einen Sonnenhut mit breiter Krempe und atmungsaktive Kleidung tragen, sich an heißen Sommertagen nicht überanstrengen, regelmäßig mit kaltem Wasser abkühlen und viel Flüssigkeit trinken – am besten Wasser.
     
  • Schutz für die Augen: Im Sommer lassen wir uns gern die laue Luft um die Nase wehen – im Cabrio, auf der Bootstour, beim Radeln oder Surfen und auf Reisen in klimatisierten Kabinen. Manch einer klagt jedoch anschließend über trockene, brennende, entzündete Augen. Auch zu hohe Ozonwerte und UV-Strahlung sind dafür verantwortlich. Tipp: Bei starkem Fahrtwind Sonnenbrillen mit Seitenschutz tragen und sich so platzieren, dass Zugluft nicht frontal auf die Augen trifft. Ausreichend trinken. Notfalls helfen künstliche Tränen.
     
  • Schutz für die Haut: Die Sonne verleiht unserer Haut die beliebte, „gesunde“ Bräune. Die ist aber im Grunde eine Schutzreaktion vor zu viel Sonne: In den Zellen lagert sich das dunkle Pigment Melanin wie ein Schirmchen um den Zellkern. Dieser Schutz baut sich jedoch langsam auf. Darum: Schützen Sie Ihre Haut stets mit einem Ihrem Typ angemessenen Sonnenmittel ab Lichtschutzfaktor 15. Meiden Sie die direkte Mittagssonne und bedenken Sie, dass UV-Strahlen auf dem Wasser und am Strand verstärkt werden und auch im Schatten wirken. Summa summarum: Strapazieren Sie Ihre Haut nicht mit zu vielen Sonnenstunden und vermeiden Sie Sonnenbrände.
     
  • Schutz vor Sommergrippe: Schätzungsweise zehn bis 15 Prozent der Deutschen erkranken zwischen Juni und August an einem grippalen Infekt. Oft sind zu rasche Temperaturwechsel die Ursache, die unserem Immunsystem zu schaffen machen. Darum: Ziehen Sie etwas über, wenn Sie zum Beispiel aus der Mittagsglut in einen klimatisierten Raum kommen. Wechseln Sie verschwitze Sportkleidung direkt. Achten Sie darauf, nicht im Zug einer Klimaanlage zu sitzen. Stellen Sie auch im Auto den kalten Luftstrom der Klimaanlage nie direkt auf den Körper. Optimal bläst er über die Schultern der vorderen Insassen nach oben. Faustregel: Den Kopf kühlen, die Füße nicht.
     
  • Schutz vor Lebensmittelinfekten: Gerade bei hohen Temperaturen fühlen sich auch viele Mikroorganismen besonders wohl. 2002 wurden knapp 250.000 Fälle von meldepflichtigen Darminfektionen registriert. Der richtige Umgang mit Lebensmitteln beugt vor. Besonders gut müssen Speisen gekühlt werden, die rohes Ei enthalten oder nicht erhitzt werden, wie Tiramisu, Zabaione oder Mayonnaise. Vorsicht ist auch geboten bei rohem Hackfleisch, Tartar, Mett oder Sushi. Bevorzugen Sie an heißen Tagen lieber gut Durchgebratenes. Setzen Sie Lebensmittel nicht länger notwendig direkter Sonneneinstrahlung aus. Kaufen Sie nur kleine Mengen ein, die Sie schnell verbrauchen. Unterbrechen Sie dabei die Kühlkette so kurz wie möglich, vor allem bei Tiefkühlprodukten.

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Das muss der Arzt vor einer Operation wissen  Das muss der Arzt vor einer Operation von Ihnen wissen


Eine Operation ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden. In der Regel ist es jedoch gering. Denn eine Operation wird sehr genau vorbereitet. Der operierende Arzt und der Narkosearzt benötigen dazu alle in diesem Zusammenhang relevanten Informationen über ihren Patienten. So können sie einen möglichst gefahrlosen Eingriff und damit die bestmögliche medizinische Versorgung sichern. Ihr Beitrag als Patient ist es, die Ärzte über folgende Aspekte gut und ehrlich zu informieren:
  • Vorerkrankungen: Alle Krankheiten, an denen Sie aktuell leiden und die das Risiko einer Narkose erhöhen oder bei ihrer Vorbereitung ins Gewicht fallen. Das sind zum Beispiel Erkrankungen der Herzkranzgefäße, Herzinsuffizienz, Bluthochdruck, Asthma, Diabetes, Schilddrüsenüberfunktion und Allergien.
     
  • Krankengeschichte: Alle überstandenen Erkrankungen, auch wenn sie wahrscheinlich folgenlos ausgeheilt sind, sowie sämtliche vorausgegangenen Operationen – ob es sich dabei um die erfolgreiche Entfernung eines Blutgerinnsels in Herz oder Gehirn handelt oder um Narkoseeinsätze etwa bei Knochenbrüchen. Ihre Erfahrungen mit bisherigen Narkosen sind für die Ärzte wichtig.
     
  • Frisch zurückliegende Krankheiten: Auch wenn es keine gravierenden Probleme waren – für den Mediziner interessant sind zum Beispiel Informationen darüber, ob Sie gerade Fieber hatten, erst kürzlich eine Erkältungskrankheit durchgemacht haben, Tendenz zu Atemnot, Schwindel oder Pulsunregelmäßigkeiten bemerken. Sprechen Sie auch Ihre Befindlichkeit in den Tagen vor der Operation an, etwa große Nervosität, Schlafprobleme und Ängste.

  • Familiäre Auffälligkeiten: Treten in Ihrer Familie bestimmte Gesundheitsprobleme wie Blutdruckstörungen, Kreislauf- oder Herzprobleme gehäuft auf? Haben Familienmitglieder schlechte Erfahrungen mit Narkoseverfahren erlebt? Auch das sollten die Ärzte im Krankenhaus wissen.

  • Gesundheitlich bedeutsame Besonderheiten: Es kann bei der Vorbereitung einer Operation zum Beispiel ins Gewicht fallen, dass Sie erst vor kurzer Zeit eine Schutzimpfung erhalten haben oder von einer Fernreise in ungewohnte Klimazonen zurückgekehrt sind.
     
  • Medikamente: Nehmen Sie alle verschreibungspflichtigen Medikamente und frei erhältlichen Mittel, die Sie derzeit einnehmen, mit ins Krankenhaus. Manche wirken sich auf eine Operation aus. Vorsicht ist zum Beispiel geboten bei blutverdünnenden Präparaten. Auch bekannte Unverträglichkeiten von Arzneimitteln, etwa eine Penicillinallergie, sind relevant.
     
  • Suchtstoffe: Klären Sie den Arzt wahrheitsgemäß über Ihren Alkohol- und Nikotinkonsum auf.
Ebenfalls hilfreich für die Krankenhausärzte: Bringen Sie zum Vorbereitungstermin in der Klinik vorliegende aktuelle Ergebnisse aus den Untersuchungen niedergelassener Ärzte mit. Dazu gehören Labordaten wie Nieren- und Leberwerte, Blutbild und Gerinnung, EKG- oder EEG-Aufzeichnungen, Röntgenaufnahmen von Herz und Lunge, Ultraschallbilder, Computer- oder Kernspintomogramme. So können Sie Ihren Gesundheitszustand vollständiger dokumentieren und eventuelle Doppeluntersuchungen vermeiden. Denken Sie auch an die kompletten Einweisungsunterlagen Ihres behandelnden Arztes und an wichtige Gesundheitsunterlagen wie Impfausweis, Allergiepass oder Atteste.

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Gut versorgt mit Nährstoffen  Gut versorgt mit Nährstoffen


Wer gesund ist, sich abwechslungsreich ernährt und auf eine gute Portion Frischkost setzt, braucht kaum einen Vitamin- oder Mineralstoffmangel zu befürchten. Allerdings gibt es interessante und nicht immer erwünschte Wechselwirkungen zwischen manchen Biostoffen. Wissenswertes über die Aufnahme und Verwertung von Vitaminen und Mineralien:
  • Eisen: Das Mineral ist essentiell für die Blutbildung – eine gute Eisenversorgung also extrem wichtig. Über die tägliche Nahrung ist das jedoch gar nicht so leicht. Wer viel eisenhaltige Lebensmittel wie Fleisch, Innereien und Eigelb isst, hat weniger Probleme, zumal der Körper Eisen aus tierischen Quellen bis zu 30 Prozent aufnehmen kann. Über pflanzliche Kost ist die Ausbeute wesentlich geringer – zum einen ist ihr Eisengehalt geringer, zum anderen wird es im Darm nur zu 3 bis 8 Prozent resorbiert. Tipp: Die Eisenzufuhr kann man verbessern, wenn man eisenhaltige Lebensmittel mit Vitamin C kombiniert.
     
  • Phosphat: Phosphor ist in zahlreichen Lebensmitteln und Zusatzstoffen in Form von Phosphaten enthalten. Besonders wichtig ist das Mineral Substanz als Baustoff für gesunde Knochen. Phosphor ist jedoch leider ein Gegenspieler des Kalziums. Besonders phosphatreiche Lebensmittel – Schmelzkäse, Fleisch, Wurstwaren, Colagetränke, Fertigprodukte – sollten daher nicht zu häufig auf dem Speiseplan stehen.
     
  • Vitamin B6: Mit steigendem Eiweißkonsum erhöht sich der Bedarf an diesem Biostoff, da der Körper ihn braucht, um Aminosäuren zu verstoffwechseln. Gleiches gilt für eine vermehrte Fettzufuhr. Zum Glück ist Vitamin B6 in nahezu allen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln enthalten. Zu den besten Quellen zählen Hefe, Fleisch und Leber, Bananen und Nüsse.
     
  • Zucker: Er hatte lange Zeit den Ruf, ein Vitaminräuber zu sein, da der Organismus für die Verwertung der großen Zuckermoleküle Vitamin B1 benötigt. Mittlerweile zeigen neue ernährungswissenschaftliche Studien jedoch, dass Zucker die Bioverfügbarkeit von Mineralstoffen nicht beeinträchtigt. Zwar sind für seine Verwertung B-Vitamine nötig. Doch sie werden dabei nicht zerstört oder verbraucht, sondern im Verlauf der Reaktion wieder neu eingesetzt.
     
  • Oxalsäure: Die Säure kommt in Form ihrer Salze (Oxalate) in Lebensmitteln wie Rhabarber, Mangold, Spinat, Schwarztee und Kakao vor. Sie behindert die Aufnahme von Kalzium, der Grundsubstanz von Knochen und Zähnen, indem sie mit dem Mineral zu einem großen Molekülkomplex auskristallisiert, so dass es kaum noch wasserlöslich ist. Ähnlich beeinträchtigt Oxalsäure die Eisenresorption.
     
  • Koffein: Der „Wachmacher“ kommt in Kaffee, Schwarztee und Matetee vor und wird vielen Colagetränken und Energydrinks zugesetzt. Es wirkt belebend und erhöht die Ausscheidung von Kalzium und Magnesium. Kaffee, Schwarzer und Grüner Tee enthalten zudem phenolische Verbindungen, die Tannine, die negativ auf die Aufnahme von Eisen wirken.
     
  • Alkohol und Nikotin: Beide Stoffe gelten als Vitaminräuber. Alkohol bewirkt eine allgemein verminderte Resorption von Vitaminen und beeinflusst den Vitaminstoffwechsel negativ. Nikotin räubert nicht im eigentlichen Sinne, erhöht aber die Anzahl von schädlichen freien Radikalen im Körper. Damit steigt zugleich der Vitaminbedarf. Besonders Vitamin C ist gefragt.

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Wieviel Schlaf braucht der Mensch?  Wie viel Schlaf braucht der Mensch?


Napoleon kam mit vier Stunden pro Nacht aus, der Erfinder Thomas Edison angeblich mit zwei, andere berühmte Geister wie Goethe oder Churchill schätzen mindestens neun Stunden. Fragt sich nur: Wie viel Schlaf ist optimal?

Zunächst einmal steht fest: Schlafen ist extrem wichtig. Während der Ruhephase laufen im Körper etliche Regenerationsprozesse ab: Zellen erneuern sich und der Organismus produziert jetzt zum Beispiel Proteine und Wachstumshormone, die wiederum Immunzellen aktivieren. Auch die Psyche sammelt Kraft, wenn der Mensch im Traum die Erlebnisse des Tages verarbeitet.

Sicher ist auch: Zu wenig Schlaf ist auf Dauer ungesund. Nur wer sich in der Nacht ausreichend erholt, kann fit und leistungsfähig bleiben. Wie viel jemand dafür schlafen muss, ist bis zu einem gewissen Grad individuell. Das Schlafbedürfnis kann genetisch beeinflusst sein, von der körperlichen Verfassung und der Belastung am Tag abhängen und steht im Verbindung mit dem Lebensalter: Ältere Menschen kommen mit weniger Schlaf aus. Kurzschläfer scheinen allerdings effektiver zu nächtigen – ein Grund, warum man sich nach einer längeren Schlafzeit weniger ausgeruht und „wie zerschlagen“ fühlen kann. Durchschnittlich liegt die optimale Zeit laut Schlafmedizinern bis sieben bis acht Stunden pro Nacht.

Eine neue Studie belegt nun, dass an Werktagen sieben Stunden ausreichen und sogar am gesündesten sind. Wissenschaftler der Universität von Nagoya befragten über 100.000 Japaner im Alter zwischen 40 und 79 Jahren nach ihren Schlafgewohnheiten und beobachteten zehn Jahre lang den Gesundheitszustand der Probanden.

Dabei stellte das Forscherteam fest, dass die höchste Lebenserwartung die Personen hatten, die zwischen 6,5 und 7,5 Stunden schliefen. Bei einem Pensum von acht Stunden stieg das Mortalitätsrisiko deutlich. Auch Menschen, die entschieden weniger schlafen, haben nach der Studie eine geringere Lebenserwartung. Hier zeigte sich ein auffälliger Zusammenhang allerdings erst bei einer Schlafdauer unter 4,5 Stunden pro Nacht. Wissenschaftler aus Großbritannien stellten vor zwei Jahren in einer Studie mit einer Million Teilnehmern den gleichen Zusammenhang fest und empfehlen sieben Stunden Schlaf.

Da nach wissenschaftlichen Untersuchungen jeder Deutsche durchschnittlich sieben Stunden im Bett verbringt, scheinen wir es also richtig zu machen. Allerdings lässt die Schlafqualität nach Meinung von Fachleuten zu wünschen übrig, und jeder Dritte klagt über Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen.

Statt zu Tabletten zu greifen, fördern jedoch oft einfache Maßnahmen den Schlaf:
  • entspannende Gymnastik
  • Abendspaziergänge
  • verschiedene Kneipp-Anwendungen
  • autogenes Training
  • Meditation
  • Yoga-Übungen
  • beruhigende Musik
  • Bettlektüre
  • Schlummertrunk mit Baldrian und Hopfen oder warme Milch mit Honig

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Gesund Wohnen - Schimmelpilze und Co aufspüren  Gesund Wohnen – Schimmelpilze & Co aufspüren


In den eigenen vier Wänden möchte sich jeder möglichst wohl fühlen. Schließlich verbringen wir laut einer Studie vom Umweltbundesamt 14 von 20 Stunden, die wir täglich in geschlossenen Räumen sind, daheim. Befinden sich jedoch Schadstoffe in der Innenraumluft, leiden Wohlbefinden und Gesundheit. Giftige Substanzen können zum Beispiel aus Baustoffen oder Einrichtungsgegenständen wie Polstermöbeln ausdünsten, flüchtige Lösemittel aus Farben und Lacken, Insektizide aus dem Wollteppich, Holzschutzmittel oder Formaldehyd aus dem Regal, Weichmacher aus dem PVC. Die schädlichen Chemikalien können sich auch im Hausstaub anreichern.

Spitzenreiter unter den häuslichen Umweltproblemen sind allerdings Schimmelpilze. Diese Mikroorganismen vermehren sich besonders gut bei hoher Luftfeuchtigkeit. Auch schlechte Lüftungsverhältnisse begünstigen ihr Wachstum. Typisch für ein pilzfreundliches Klima sind kalte, feuchte Zimmerluft und wenig Tageslichteinfall. Zusätzlich halten dichte Türen und Fenster zwar die Wärme in den Räumen. Sie verhindern aber gleichzeitig die Luftzirkulation durch Fugen und Ritzen.

Gelangen belastende Stoffe, zum Beispiel Pilzsporen, Pflanzen- und Insektenschutzmittel oder Lösemittel über die Atemwege, die Haut oder den Magen-Darm-Trakt in den Körper, kann das akute und im Extremfall langfristige Gesundheitsprobleme zur Folge haben:
  • Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Müdigkeit und Leistungsabfall
  • Kreislaufprobleme, Schwindel und Übelkeit
  • Unbehagen, Stimmungsschwankungen und Depressionen
  • Geruchs- und Geschmacksstörungen
  • Haut- und Schleimhautreizungen, Atemwegsbeschwerden
  • Gliederschmerzen, Empfindungsstörungen an Händen, Füßen, Armen, Beinen
  • Immunsystemschwäche, verstärkte allergische Reaktionen und eine erhöhte 
    Anfälligkeit für Krankheiten
  • erhöhtes Krebsrisiko
Um ein Schadstoffrisiko in der Wohnung zu verringern, sollten Sie für den Innenausbau und die Einrichtung am besten möglichst schadstoffarme Produkte verwenden. Verlässliche Prüfsiegel sind das Umweltzeichen „Blauer Engel" und das Qualitätszeichen „natureplus". Weitere wichtige Aspekte bei Kauf und Ausstattung:
  • Vollholz statt Spanplatten; auf Formaldehyd-freie Verleimung achten.
  • Offene Spanplattenkanten und Bohrlöcher abdichten.
  • Borsalze statt Holzschutzmittel.
  • Linoleum, unbehandelte Wollteppiche, Fliesen, Naturstein, Papiertapeten,  Kalkputz oder Gipsplatten statt Kunststoffe mit Weichmachern (zum Beispiel PVC), Teppich mit Schaumrücken, Teppichkleber, Synthetik-, Vinyl- und Schaumtapeten, Lack- oder Latexwandfarben.
  • Regelmäßig gut lüften beugt Schimmelpilzen vor. Ebenfalls hilfreich: Schränke etwas von der Wand abrücken, perforierte Fensterdichtungen und Feststeller für Kippfenster nutzen. Sie verbessern bei geringem Wärmeverlust die Luftzirkulation. Ein gutes Raumklima verhindert außerdem eine Schadstoffkonzentration.

Wer befürchtet, dass Räume mit bedenklichen Stoffen belastet sein könnten, wendet sich am besten an eine umweltmedizinische Beratungsstelle. Qualifizierte Angebote bieten Gesundheitsämter und Umweltambulanzen größerer Kliniken. Wohnungsbegehungen und Hausstaubanalysen, Materialproben oder chemische Raumluftmessungen verschaffen schließlich Gewissheit, ob die Luft zu Hause wirklich zu „dick“ ist.

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Bewegung  Bewegt lebt es sich besser


Bewegung ist in unserem Alltag rar geworden. Gerade mal 1000 bis 1500 Meter legen wir täglich zurück. Wir fahren mit dem Auto, sitzen viel und belasten uns am Arbeitsplatz oder zu Hause körperlich einseitig. Für ein regelmäßiges Fitnesstraining fehlt häufig die Zeit. Das behaupten wir zumindest. Unserer Gesundheit tun wir damit keinen Gefallen. Denn Muskeln und Kreislauf brauchen Bewegung, um fit und leistungsfähig zu bleiben.

Auch der Kopf profitiert. Bewegung fördert die Durchblutung und damit die Sauerstoffversorgung der Zellen. Das ist eine wichtige Basis für die geistigen Fähigkeiten. Denn das Gehirn macht zwar nur etwa zwei Prozent unseres Körpergewichts aus. Aber es beansprucht 40 Prozent des eingeatmeten Sauerstoffs. Aktive Menschen sind in der Regel konzentrierter, aufnahmefähiger und kreativer. Sie sind ausgeglichener und unternehmungslustiger, da sie über Bewegung Stresshormone abbauen. Darüber hinaus verjagen Dehnübungen Muskelverspannungen, die Energie rauben und das Denken blockieren.

Es gibt also viele Gründe, Bewegung in sein Leben zu bringen. Zumal schon ein kleines Pensum Wirkung zeigt. Bereits fünf bis zehn Minuten Ausdauersport pro Tag – zum Beispiel Walken, Laufen oder Radfahren – steigern nach einigen Wochen die Herz-Kreislauf-Leistung. In der gleichen Phase bringt ein Muskeltraining spürbare Effekte. Gymnastik verbessert nach zwei bis drei Monaten die Beweglichkeit.

Die Basis für optimale Erfolge ist das korrekte Maß. Ein gutes Einstiegspensum sind ein bis zwei regelmäßige Trainingseinheiten á 30 bis 60 Minuten pro Woche. Dazwischen sollte der Körper zwei Tage regenerieren können. Geübte trainieren drei bis vier Mal 30 bis 60 Minuten wöchentlich. Ihnen reicht eine Erholungsphase von 24 Stunden. Im Training sollten Sie sich etwas angestrengt fühlen, aber nicht unwohl. Wer beim Ausdauersport noch reden kann und nach Dehnübungen keinen Muskelkater hat, liegt richtig. Ständige Überforderung hingegen schwächt Wohlbefinden, Immunsystem und Gelenke.

Wenn der Beschluss steht, bewegter zu leben, fällt es vielen jedoch nicht leicht, die Einstiegsenergie mittel- und langfristig zu halten. Oft schleichen sich immer häufiger Ausreden wie „Keine Zeit“, „Schlechtes Wetter“ oder „Andere sind ja auch nicht sportlich und trotzdem gesund“ ein. Geben Sie dem inneren Schweinehund, der Sie von Ihrem Aktivprogramm abbringen will, keine Chance. Sein effektivster Gegenspieler ist eine gute Motivation:
  • Trainieren Sie nicht für andere, sondern für sich selbst.
  • Sehen Sie Ihr Training positiv: Es ist eine Zeit, in der Sie sich Gutes tun.
  • „Keine Zeit“ ist kein Argument. Prüfen Sie, wo Sie im Alltag unnütz Zeit vertun – und gewinnen Sie daraus Fitnesszeit.
  • Integrieren Sie das Training in Ihren Alltag, planen Sie davor oder danach andere Termine.
  • Setzen Sie sich realistische, langfristige Ziele im Rahmen Ihrer Möglichkeiten.
  • Sie schnaufen nicht mehr beim Treppensteigen? Sind kräftiger? Fühlen sich einfach besser? Freuen Sie sich über kleine Erfolge.
  • Verabreden Sie sich mit Freunden oder finden Sie Mitstreiter, zum Beispiel über einen Verein.
  • Pausieren Sie ausnahmsweise, wenn Sie partout keine Lust haben. Eine erzwungene Bewegungseinheit ist ein Motivationskiller. Verlieren Sie aber Ihr Gesamtpensum nicht aus den Augen. Und am besten holen Sie versäumte Einheiten nach.

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Medikamente richtig einnehmen  Medikamente richtig einnehmen/anwenden


Medikamente müssen richtig angewendet werden, damit sie optimal wirken können. Die Packungsbeilage bzw. die Gebrauchsinformation informiert darüber, was bei einer Arznei zu beachten ist. Generell gilt für die verschiedenen Darreichungsformen:

Feste Darreichungsformen wie z. B. Tabletten, Brausetabletten, Kapseln und Dragees

  • Nehmen Sie diese Medikamente mit aufgerichtetem Oberkörper ein. Im Liegen oder nur halb aufgerichtet könnten Sie sich verschlucken. Das gilt übrigens für alle Medikamente zur oralen Einnahme, also auch Säfte, Tropfen etc.)
  • Neigen Sie den Kopf etwas vor. Bei nach hinten geneigtem Kopf kann die Trinkflüssigkeit voraus laufen und das Mittel im Mund oder in der Speiseröhre stecken bleiben.
  • Spülen Sie das Medikament mit reichlich Flüssigkeit hinunter. Am besten sind Leitungswasser oder stille Mineralwasser. Ungeeignet sind Milch, Obstsäfte, Alkohol und heiße Getränke.
  • Zerteilen Sie Tabletten nur dann, wenn sie eine dafür vorgesehene Bruchkerbe haben und die Gebrauchsinformation eine halbe Tablette zur Dosierung vorsieht
  • Lösen Sie Brausetabletten nicht in heißen Getränken, Milch oder Saft auf – es sei denn, die Packungsbeilage verlangt das ausdrücklich.
  • Trinken Sie in Wasser aufgelöste Brausetabletten direkt.

Säfte, Lösungen & Co. zur Einnahme

  • Benutzen Sie – falls vorhanden - stets den mitgelieferten Messlöffel oder -becher.
  • Lesen Sie nach, ob Sie die Flüssigkeit vor Gebrauch schütteln sollen.
  • Füllen Sie bei so genannten Trockensäften das Pulver bis zur Markierung des Messbechers oder der Flasche mit kaltem Wasser auf. Schütteln Sie die Mischung gut. Prüfen Sie, nachdem der Schaum zusammengefallen ist, ob die Flüssigkeitsmenge bis zur Markierung reicht. Liegt der Pegel niedriger, füllen Sie Wasser nach.

Tropfen zur lokalen Anwendung, z. B. Ohr, Nase oder Auge

  • Wenden Sie Ohrentropfen immer handwarm an, denn der Gehörgang ist sehr temperaturempfindlich.
  • Bei Ohrentropfen legen Sie den Kopf zur Seite und geben einen Tropfen in den Gehörgang. Warten Sie ein wenig, bevor Sie den Kopf aufrichten oder zur anderen Seite neigen.
  • Bei Nasentropfen putzen Sie sich vorher die Nase, legen den Kopf in den Nacken und geben einen Tropfen in jedes Nasenloch. Halten Sie anschließend den Kopf gerade, damit die Flüssigkeit nicht in den Rachen läuft. Bei einem Spray atmen Sie während des Sprühens leicht durch die Nase ein.
  • Bei Augentropfen legen Sie den Kopf zurück und träufeln einen Tropfen in den Augenwinkel. Blinzeln Sie und rollen Sie bei geschlossenen Lidern die Augäpfel, damit sich die Wirkstoffe gut verteilen. Lassen Sie das Auge noch einige Sekunden geschlossen.

Zäpfchen

  • Wenden Sie ein Zäpfchen möglichst bei leerem Darm an.
  • Führen Sie es mit der spitzen Seite voran ein.
  • Verwenden Sie dabei weder Cremes, Salben oder ein Öl – solche Gleitmittel können die Aufnahme und die Wirkung der Arzneistoffe beeinträchtigen.
Mit entscheidend für die Wirkung eines Arzneimittels ist der Zeitpunkt der Einnahme. Diesen können Sie der Packungsbeilage entnehmen oder fragen Ihren Arzt oder Apotheker. Arzneimittel, die wie manche Schmerz- oder Rheumamittel möglicherweise die Magenschleimhaut reizen können, nehmen Sie in der Regel während oder auch nach dem Essen ein.

Der richtige Zeitpunkt für Präparate, deren Wirkstoffe sich erst Dünndarm auflösen dürfen oder die wie ein Schmerzmittel schnell wirken sollen, ist vor einer Mahlzeit. Auch einige Antibiotika nehmen Sie am besten vorher ein. Würden sie in einen vollen Magen gelangen, können ihre Wirkstoffe durch Nahrungsbreibestandteile inaktiviert werden.

An Arzneimittel, die nachts wirken sollen denken Sie am besten kurz bevor Sie ins Bett gehen. Schlafmittel nehmen Sie je nach Packungsbeilage am Günstigsten etwa eine halbe Stunde bevor Sie sich hinlegen ein.

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Nieren  Die Nieren – Klärwerk des Körpers


In der hinteren Bauchhöhle liegen teilweise vom unteren Rippenbogen verdeckt rechts und links die paarig angeordneten Organe: die bohnenförmigen Nieren. Sie sind beim Erwachsenen etwa 12 Zentimeter lang, 6 Zentimeter breit und wiegen nur ca. 150 Gramm. Im Körper leisten sie Erstaunliches:
  • Die Nieren „klären" das Blut: Sie filtern stickstoffhaltige Stoffwechselschlacken wie Harnstoff und Kreatinin mit dem Urin heraus. Auch die Inhaltsstoffe von Arzneimitteln können so den Körper verlassen. Wertvolle Substanzen wie Glucose, Aminosäuren (Eiweißbestandteile) oder Fettsäuren werden ebenfalls gefiltert, aber meist zurück in das Blut geschleust.
     
  • Sie regulieren den Wasser- und Salzhaushalt: Bei einem Flüssigkeitsmangel produzieren die Nieren weniger, aber konzentrierteren Urin. Zudem sind sie beteiligt an der Erhaltung des Säure-Basen-Gleichgewichtsim Organismus.
     
  • Sie produzieren Enzyme und Hormone. Als innere Drüsen liefern die Nieren das den Blutdruck regulierende Enzym Renin. Auch das Hormon Erythropoetin stammt aus den Nieren. Es regt die Neubildung roter Blutkörperchen an. Hinzu kommen Vitamin-D-Hormone, die im Knochenstoffwechsel wichtig sind. Die Nieren bauen aber auch Hormone ab, das körpereigene Insulin zum Beispiel.
Um all diese Aufgaben zu erfüllen, leisten die beiden kleinen Organe Großes. Ungefähr 300 Mal strömt das gesamte Blut des Körpers täglich durch sie hindurch. Das sind 1700 Liter Durchlauf und 1,2 Liter pro Minute. Um diese Menge zu bewältigen, besitzt jedes Organ mehr als eine Million winzige Untereinheiten, die Nephronen, die ihrerseits die Nierenkörperchen (Glomeruli, umgeben von einer Epithelkapsel) enthalten . Das Glomerulum besteht aus einem kleinen Kapselkopf mit einem dichten Knäuel feiner Blutgefäße. Aus dem Blut dieser Gefäße filtern sie täglich rund 180 Liter Flüssigkeit, den Primärharn. Er durchwandert die Nierenkanäle und gelangt dabei zu 99 Prozent zurück in das Blut. Etwa 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag erreichen schließlich als Endharn das Nierenbecken. Der Harnleiter transportiert ihn in die Blase.

Schädigungen im Nierengewebe können durch Entzündungen von Nierenkörperchen, -gewebe und -becken oder der Harnwege sowie Immunsystem-Erkrankungen auftreten. Auch Nierenzysten, Bluthochdruck, Diabetes und Schmerzmittelmissbrauch wirken negativ auf die beiden Filterorgane. Wenn sie nicht mehr ausreichend arbeiten können, spricht man von einer Niereninsuffizienz. Tückischerweise fällt eine beginnende Schwäche zunächst kaum auf. Denn gesunde Nierenkörperchen können zusätzlich die Arbeit abgestorbener Einheiten übernehmen. Mit der Zeit schwächt diese hohe Belastung jedoch auch ein gesundes Nierenkörperchen, bis es schließlich ebenfalls ausfällt. Die Ausscheidungs- und Drüsenfunktion der geschädigten Niere nimmt damit langsam, aber stetig ab.

Mögliche Symptome für eine Nierenschwäche können sein:
  • hoher Blutdruck
  • Wassereinlagerungen im Gewebe, ansteigendes Körpergewicht
  • eventuell auffallend geringe Harnmengen
  • Schmerzen im Bereich der Nieren und ableitenden Harnwege
  • dunkler, riechender oder schäumender Urin
  • Schwäche, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Verwirrtheit
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall,
  • Blässe, gelblich-braune Haut, Juckreiz
Eine chronische Niereninsuffizienz ist nicht heilbar. Eine rechtzeitige medizinische Versorgung kann jedoch den Krankheitsverlauf verlangsamen und die Beschwerden erträglich halten. Nehmen Sie eventuelle Symptome darum ernst. Schreitet die chronische Organschwäche zu sehr fort, sind die Dialyse oder eine Nierentransplantation unumgänglich. Beherzigen Sie auch vorbeugende Maßnahmen. Unter anderem ist es wichtig, viel zu trinken, am besten täglich zwei bis drei Liter Wasser, Fruchtsaftschorlen oder ungesüßte Früchtetees. Meiden Sie - wenn möglich - zudem Zigaretten und die Nieren belastende Schmerzmittel. Ärzte und Apotheker beraten Sie bei der Medikamentenwahl.

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Schwindel  Schluss mit dem Schwindel – Tipps für den Kreislauf


Fast jeder zweite Bundesbürger leidet hin und wieder mehr oder weniger stark an Schwindelgefühlen. Beim schnellen Aufstehen oder Aufrichten, beim Treppensteigen oder ganz plötzlich im Gehen oder Stehen steigt ein wattiges Gefühl in den Kopf, das Gleichgewicht gerät aus dem Takt. Dem Betroffenen wird schwindlig und manchmal schwarz vor Augen.

Meistens sind schwankende Blutdruckwerte oder ein niedriger Blutdruck die Ursache. Die Gefäße reagieren dann nicht rechtzeitig auf körperliche Belastung. Beim raschen Aufstehen zum Beispiel kann es passieren, dass der Kreislauf nicht nachkommt und das Blut in der unteren Körperhälfte versackt. Die Folge: Ein plötzlicher Blutdruckabfall und eine schlechtere Durchblutung des Gehirns, die schwindlig machen.

Oft treten Schwindelattacken auch bei rasch aufeinander folgenden Temperatur- und Witterungswechseln auf. Im Normalfall sorgt das körpereigene Thermoregulationssystem dafür, dass sich die Blutlaufbahnen verengen oder weiten. Die Pumpfrequenz des Herzens kann sich verändern,die Fließgeschwindigkeit des Blutes wird angepaßt. Bei niedrigem Blutdruck ist diese Reaktion gestört.

Ebenso anstrengend für den Organismus ist der Einfluss feuchtwarmer Luft. Die Gefäße sind geweitet und das Herz muss hart arbeiten, um mehr Blut hindurch zu pumpen und den Kreislauf stabil zu halten. Bei Personen mit niedrigem Blutdruck ist das System überfordert. Neben Schwindelgefühlen können auch Kopfschmerzen, Herzrasen oder Übelkeit auftreten.

Wenn der Blutdruck danieder liegt und der Kreislauf akut Kapriolen schlägt, müssen Sie sich schonen. Bei einem Schwindelanfall sollten Sie sich sofort hinlegen und die Beine im 45-Grad-Winkel hochlegen. Das Gehirn wird dann besser durchblutet, was den Gesamtzustand rasch bessert.

In schwindelfreien Zeiten hingegen können Sie einiges tun, um die Regulationsfähigkeit der Blutgefäße zu stabilisieren. Gut ist regelmäßige Bewegung. Wer zum Beispiel 15 bis 30 Minuten mehrmals die Woche läuft oder Rad fährt, trainiert effektiv seinem Kreislauf. Ebenso erhöhen einfache Gymnastikübungen seine Anpassungsfähigkeit. Fragen Sie Ihren Hausarzt nach entsprechenden Übungen. Weitere hilfreiche Tipps:

    * Starten Sie langsam in den Tag. Strecken Sie sich vor dem Aufstehen oder fahren Sie noch im Bett liegend mit den Beinen Rad.
    * Wechselduschen, wobei kalt immer den Abschluss bilden sollte.
    * Ganzkörpermassagen mit einer weichen Bürste, einem Sisal- oder Luffahandschuh. Streichen Sie immer Richtung Herz.
    * Ganzkörpermassagen mit kaltem Zitronenöl.
    * Tagsüber: Wechselnde körperwarme und kalte Fußbäder.
    * Mehrmals täglich kaltes Wasser über den Puls laufen lassen.
    * Zwei bis drei Liter pro Tag trinken – am besten Wasser, ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees, Fruchtsaftschorlen.
    * Schwere fetthaltige Mahlzeiten meiden, mehrere kleine Portionen essen.

Es gibt auch Kräuter mit anregenden Eigenschaften. Dazu gehören zum Beispiel Rosmarin, Kampfer, Pfefferminze, Salbei, Thymian und Ysop. Sie können sie als Aromaöle für eine Massage oder in einer Duftlampe verwenden.

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Schutz vor Sommerinfekten  Gutes Klima – gute Gesundheit > So schützen Sie sich vor Sommerinfekten bei Klimaanlagen


Wenn im Sommer die Temperaturen deutlich nach oben klettern, können Klimaanlagen für angenehm frische Gradzahlen im Innenbereich sorgen. Besonders oft laufen sie in Kraftfahrzeugen. Hier sorgen sie für erträgliche Temperaturen und verhindern, dass Konzentration und Reaktionsfähigkeit unter zu großer Hitze leiden. Wichtig ist jedoch, die Klimaanlage im Auto richtig einzusetzen:
  • Den kalten Luftstrom nie direkt auf den Körper richten. Optimal bläst er über die Schultern der vorderen Insassen nach oben. Faustregel: Den Kopf kühlen, die Füße nicht.
  • Je höher die Außentemperatur, desto höher das Innenklima – bei 35 Grad außen zum Beispiel 23 bis 25 Grad. Zu große Temperaturunterschiede bescheren nur Erkältungen. Anlage abstellen, wenn die gewünschte Temperatur erreicht ist.
  • Im Stau oder im Tunnel auf Umluftbetrieb schalten, damit keine „dicke Luft“ ins Wageninnere gerät. Ein Kühlsystem kann bis zu 45 Minuten so arbeiten.
  • Ausreichend Pausen einlegen, damit Schleimhäute und Augen sich von der künstlich trockenen Luft im Wagen erholen können.
  • Einmal jährlich den Innenluftraumfilter wechseln.
Auch zahlreiche Büroräume sind mit Klimaanlagen ausgestattet, um an heißen Tagen eine angenehme Atmosphäre für die Beschäftigten zu schaffen. Leider ist ein künstlich herunter gekühltes Raumklima für die Gesundheit jedoch nicht das Beste. Da die Anlagen der Luft in der Regel Feuchtigkeit entziehen, wird sie unnatürlich trocken-kühl und ist damit der normalen Nasenfunktion nicht mehr zuträglich: Die Feuchtigkeit auf der Nasenschleimhaut verdunstet vorzeitig; die Schleimhäute können nicht rasch genug Nachschub produzieren. Das Sekret auf den Schleimhäuten trocknet ein und bildet eine Borke. Sie behindert den natürlichen Schleimtransport durch die Flimmerhärchen, was die Abwehrfunktion der Schleimhäute einschränkt. Sie werden anfälliger gegenüber Stäuben, Allergenen und Erregern, die durch Tröpfcheninfektion übertragen werden.

Diese Abwehrschwäche kann einer Sommergrippe den Weg bereiten. Schätzungsweise 10 bis 15 Prozent der Deutschen erkranken an einem solchen Infekt. Typische Symptome sind eine laufende oder verstopfte Nase, gereizte Rachenschleim- und Bindehäute. Löst sich die Borke beim Naseputzen, können auch rötliches Sekret bis hin zu Nasenbluten auftreten. Bei der Behandlung einer Sommergrippe kommt es unter anderem darauf an, den Abfluss der Nasensekrete zu bessern. Gegebenenfalls verschreibt der Arzt ein schleimlösendes Medikament. Bei verstopften Atemwegen helfen Salzwasserspülungen oder ein kurzzeitig angewendetes abschwellendes Nasenspray. Zudem sollten Betroffene viel trinken – am besten täglich zwei bis drei Liter Wasser.

Wer viel Zeit in klimatisierten Zimmern verbringt,
kann trockene Luft bis zu einem gewissen Grad mit einem Luftbefeuchter verbessern. Auch Grünpflanzen sorgen für feuchtere und gleichzeitig etwas kühlere Raumluft. Bewährt haben sich unter anderem Zierbanane, Zimmerlinde und Zyperngras. Auch hier ist es wichtig, viel zu trinken. Es kann auch hilfreich sein, die Nasenschleimhäute vorbeugend mit einem Meerwasserspray zu befeuchten.

Ein weiteres Problem für die Gesundheit können starke Temperaturwechsel sein. Zum Beispiel bei einer Urlaubsreise: Im Flieger war es kühl, der Urlaubsort empfängt sie mit ungewohnter Hitze, verschwitzt treffen sie im wiederum klimatisierten Hotel ein. Aber auch hierzulande kann es in Restaurants, Geschäften oder Fahrzeugen an heißen Tagen tückisch-kalt sein.

Die Infektgefahr kann steigen, wenn die Blutgefäße nicht ausreichend schnell auf die unterschiedlichen Temperaturreize reagieren können oder Schweiß in kalter Zugluft trocknet. Wer aus der Wärme in eine gekühlte Atmosphäre kommt, sollte sich daher zum Beispiel mit einem zusätzlichen Kleidungsstück den Raumbedingungen anpassen. Zudem sollte man sich in klimatisierten Umgebungen nicht im prallen Luftzug einer Anlage aufzuhalten. So lässt sich verhindern, dass verschiedene Körperregionen unterschiedlichen Temperaturen ausgesetzt sind und Muskelverspannungen entstehen.

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Gesunde Verdauung - Fitness für den Darm  Gesunde Verdauung – Fitness für den Darm


Der Darm liegt acht Meter lang in Schlingen gewunden in unserem Körper. Zu seinen Aufgaben gehört es, den Nahrungsbrei aus dem Magen weiter zu verarbeiten und Nährstoffe über die Schleimhaut an das Blut abzugeben. Als Teil des Immunsystems ist er zudem für die Abwehr krank machender Keime zuständig. Im besten Fall erledigt das Organ seine Arbeit so, dass wir es kaum bemerken.

Aber viele Menschen leiden unter Verdauungsbeschwerden. Weit verbreitet sind Blähungen. Die „Darmwinde“ sind unangenehm, aber relativ harmlos. Sie bestehen aus verschluckter Luft und Bakteriengasen. Eine andere häufige Beschwerde ist die Verstopfung. Sie kann u. a. die Folge einer ballaststoffarmen Ernährung, von Flüssigkeits- und Bewegungsmangel, Klimawechseln oder auch seelischen Belastungen sein. Als vorübergehend auftretendes Problem ist sie meistens ungefährlich. Kommt es jedoch länger nicht mehr zum Stuhlgang, besteht die Gefahr eines Darmverschlusses. Er muss ärztlich behandelt werden.

Die Verdauungsprozesse werden u. a. vom vegetativen Nervensystem gesteuert - also unbewusst. Trotzdem lässt sich etwas für ihren reibungsloseren Ablauf und die Darmgesundheit tun:

Die Ernährung hat große Auswirkungen auf die Verdauung. Günstig ist eine ballaststoffreiche Kost. Beim Abbau dieser pflanzlichen Nahrungsbestandteile gewinnen nützliche Dickdarmbakterien – vor allem Milchsäurebakterien – Energie und können sich stärker vermehren. Das kann Verdauungsstörungen und Darmerkrankungen vorbeugen. Da Ballaststoffe Wasser binden, vergrößert sich zudem das Volumen des Speisebreis. So wird die Darmmuskulatur angeregt, ihn schneller zu transportieren. Fäulnissprozesse, Blähungen und Verstopfung kommen dann in der Regel seltener vor. Darüber hinaus können Ballaststoffe Schwermetalle binden und mit dem Stuhl ausscheiden. Ebenfalls kann die Konzentration möglicherweise Krebs erregender Stoffe im Darm abnehmen.

Besonders ballaststoffreich sind Vollkornerzeugnisse wie Getreideflocken, Vollkornnudeln, Naturreis und Brot aus Mehl mit hohem Ausmahlungsgrad oder Schrot. Sie stehen am besten täglich auf dem Speiseplan. Auch Hülsenfrüchte, Trockenobst, Nüsse und Ölsamen liefern Ballaststoffe. Trinken Sie zudem wenn möglich zwei, besser drei Liter Flüssigkeit pro Tag. Gut sind Wasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees und Fruchtsaftschorlen.

Nahrungsmittel mit Milchsäurebakterien können die Zusammensetzung der Darmflora positiv beeinflussen. Dazu gehören vor allem Sauermilchprodukte wie Joghurt und Quark, aber auch so genannte Probiotika. Wissenschaftler vermuten, dass ihre „guten“ Keime schädliche Mikroorganismen im Darm verdrängen. Als relativ sicher gilt, dass die Milchsäurebakterien Durchfallerkrankungen vorbeugen und verkürzen können. Voraussetzung für ihre Wirkung ist allerdings die tägliche Zufuhr von ausreichend vielen Keimen.

Bewegung ist generell ein positiver Impuls für das Verdauungssystem. Gut sind zum Beispiel Spazieren gehen, Laufen, Walken, Nordic Walken, Radfahren und Schwimmen. Nehmen Sie sich Zeit für regelmäßige Bewegungseinheiten. Zusätzlich können ausreichend Entspannung und genug Schlaf die Darmgesundheit fördern

Wenn eine Ernährungsumstellung, viel trinken und mehr Bewegung eine Verstopfung nicht bessern, kann auch ein Abführmittel mit möglichst geringen Nebenwirkungen helfen. Fragen Sie aber Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Arzneimittel , Tees o. ä. mit Aloe, Sennesfrüchten, medizinischem Rhabarber oder Faulbaumrinde sind nur in Ausnahmefällen empfehlenswert, da sie Nebenwirkungen haben können. Recht sicher sind verdauungsfördernde Quellstoffe wie Flohsamen oder Leinsamen, kombiniert mit ausreichend Flüssigkeit.

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© 2016 Dr. med. Beate Brezinski, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Hausärztin
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